Lokalpresse24 Dortmund stellt die Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Landtagswahl am 15. Mai vor. Heute: CDU-Politiker Alexander Omar Kalouti.

Vielen ist Alexander Omar Kalouti als Pressesprecher des Theater Dortmund bekannt. Andere kennen den 53-Jährigen als Vorsitzenden der Ortsunion Mitte. Nun will das CDU-Mitglied auch über die Dortmunder Grenzen hinaus zu einem bekannten Namen werden und die Dortmunderinnen und Dortmunder im kommenden Landtag vertreten. Besonders wichtig sind dem Kandidaten, der im Wahlbezirk Dortmund II antritt, die Themen Bildung, Kultur, Sicherheit und Europa, wie er gegenüber Lokalpresse24 erklärt. Sein Ansporn ist es, NRW und das Ruhrgebiet in den kommenden zehn Jahren zu den innovativsten, wachstumsfreundlichsten und lebenswertesten Regionen Europas zu machen, sagt er.

Klima: Forschung statt Verbote

Bei Fragen des Klimaschutzes sollen vor allem klimafreundliche und umweltschonende Technologien die Antwort sein, findet der CDU-Politiker. “Das Klima retten wir nicht mit Verboten, sondern mit einer Forschungsoffensive, die klimafreundliche und umweltschonende Produktionsweisen ermöglicht und dabei gleichzeitig nachhaltige Arbeitsplätze schafft”, erklärt er.

Wirtschaft durch weniger Bürokratie entlasten

Die Förderprogramme, die kleinen und mittleren Unternehmen mehr Digitalisierung und Innovationsentwicklung geben, will Alexander Omar Kalouti weiter ausbauen. Darüber hinaus soll die Forschung weiter gefördert werden, um mehr Produkte auf den Markt zu bringen. “Zusätzlich muss der Bürokratieabbau fortgesetzt werden. Bei jeder neuen Regelung werden zwei bestehende auslaufen. Auch müssen Planungs- und Genehmigungsprozesse unbedingt beschleunigt werden.”

Wo für den CDU-Politiker gelungene Sozialpolitik ansetzt

Für eine gelungene Sozialpolitik will der 53-Jährige bei Schulen und sicheren Arbeitsplätzen ansetzen. Die Arbeitsplätze sollen dabei durch eine möglichst breite Tarifbindung überzeugen, wie er erklärt. Zudem sollen vermehrt Menschen mit Behinderung ihren Weg in den ersten Arbeitsmarkt finden und gehen, fordert der CDU-Mann. Dabei solle seiner Meinung nach vor allem der Öffentliche Dienst mit einer Vorreiterrolle vorangehen. “Ein weiterer Baustein für eine gute Sozialpolitik ist effiziente Bekämpfung von Obdach- und Wohnungslosigkeit mit Initiativen wie „Endlich ein ZUHAUSE“. Kurz: Gute Bildung, sichere Einkommen, von denen man leben kann, Teilhabe und eine warme Wohnung.”, sagt er.

Warum das mehrgliedrige Schulwesen beibehalten werden muss

Der erste Schritt für eine bessere Bildung ist für Alexander Omar Kalouti bereits getan, da seit 2017 10.000 neue Lehrerstellen geschaffen wurden, weitere 10.000 sollen bis 2027 entstehen, wie er erklärt. Dennoch müsse der Unterricht noch konsequenter mit digitalen Lerninhalten ergänzt werden. Das gehe aber nicht ohne Breitbandanschluss, den jede Schule in NRW bekommen soll und auch nicht ohne Geräte wie Tablets. Auch die will der CDU-Politiker allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen. “Die MINT Fächer müssen weiterhin gestärkt und Informatik als Schulfach ausgebaut werden. Da die Menschen verschiedene Talente besitzen, muss das mehrgliedrige Schulwesen beibehalten werden”, erläutert er.

Planung und Bau von Straßen schneller und digitaler machen

Um dem Bau- und Sanierungsrückstand der Straßen in NRW entgegenzutreten, will der Dortmunder Planungen, Genehmigungen und den Bau deutlich schneller und innovativer gestalten, wie er sagt. “Der Bund muss schnellstmöglich seine Aufgaben übernehmen und die Brücken über die Autobahnen und die Bundesstraßen erneuern”, fordert er.

Mehr Unterkünfte für die Menschen aus der Ukraine

“Es ist eine menschliche Verpflichtung, den Geflüchteten aus der Ukraine zu helfen. Dafür ist es notwendig die Anzahl der Landesunterkünfte nochmals zu erhöhen. Die Einigung von Bund und Ländern, dass der Bund zwei Milliarden Euro zur Aufnahme der Geflüchteten zur Verfügung stellt, ist richtig. Ebenso wie die Grundsicherung für Geflüchtete”, sagt der 53-Jährige. Zudem müsse sich Deutschland aus der Energieabhängigkeit von Russland befreien, dazu gehöre auch, dass Nord Stream 2 nicht ans Netz gehen dürfe. Daher seien massive Investitionen in Erneuerbare Energien nun unumgänglich, erklärt er.