Im Wirtschaftsbericht der Kindertageseinrichtungen klafft eine große Lücke. Der Grund dafür ist schnell gefunden – und er ist kein dauerhaftes Problem.

Der Wirtschaftsbericht für das vergangene Jahr für die Dortmunder Fabido-Kitas ist da und er sieht wenig erfreulich aus. Denn: Es fehlen Gelder in Höhe von 1,84 Millionen Euro, wie bei der Sitzung des Verwaltungsvorstandes am Dienstag bekannt wurde. Durch den Fehlbetrag falle das Jahresergebnis um rund 500.000 Euro schlechter aus als geplant, heißt es. Nun soll die Differenz mit Mitteln aus dem kommunalen Haushalt ausgeglichen werden.

Reicht bisherige Fördersumme nicht mehr aus?

Für das gesamte Jahr 2021 standen den Fabido-Kitas 115 Millionen Euro zur Verfügung. Den Löwenanteil, 103 Millionen Euro, entfällt auf das Gehalt der Mitarbeitenden. Die Mitte stammen im Wesentlichen aus Zuschüssen nach dem Kinderbildungsgesetz und dem kommunalen Haushalt. Hinzukommen Gelder vom Landschaftsverband Integrative Erziehung und Zuschüsse für die Sprachförderung. Dass in diesem Jahr ein so großes Minus entstanden ist, liege nach Auskunft des Verwaltungsvorstandes vor allem an Nachzahlungen an die Sozialversicherung von ehemaligen selbstständigen in den Kinderstuben. Diese wurden zum 1. Juni 2020 fest angestellt. “Die dafür gebildete Rückstellung wirkt sich in voller Höhe aufwandserhöhend aus”, heißt es. Insgesamt stellte Fabido im vergangenen Jahr 8.392 Betreuungsplätze an. Mehr als 7.500 davon in den 98 Fabido-Kitas, weitere 939 Plätze in den zwölf Großtagespflegestellen und acht Kinderstuben.

Engagement nicht nur bei den Kleinsten

Fabido kümmert sich aber keineswegs nur um die Kleinsten. Der kommunale Betrieb investiert auch in die Ausbildung des Erziehernachwuchses. Im vergangenen Jahr machten 156 junge Erzieherinnen und Erzieher ihre praxisintegrierte Ausbildung in den Fabido-Kitas – ein Rekord-Wert. Hinzukamen weitere 50 Berufspraktikanten, zwölf Fachoberschul-Praktikanten und drei Auszubildende im Bereich Hauswirtschaft. 33 Jugendliche waren im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes beschäftigt. Erstmals ging 2021 auch der duale Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit in den Fabido-Kitas über die Bühne. Fünf Studierende haben ihre Ausbildung nach Angaben einer Sprecherin der Stadtverwaltung in den Einrichtungen begonnen. “Die Anzahl der Betreuungsplätze soll in den nächsten Jahren weiter bedarfsgerecht ausgebaut werden. Mit Blick auf den steigenden Fachkräftebedarf strebt FABIDO die weitere Erhöhung der Anzahl der Ausbildungsplätze an”, erklärt die Sprecherin weiter.