Im vergangenen Jahr haben die Kulturbetriebe Dortmund mehr Geld eingenommen, als ausgegeben. Was mit dem Plus passiert, ist bereits geklärt.

1,3 Millionen Euro Überschuss verzeichnen die Kulturbetriebe Dortmund für das vergangene Jahr. Bedingt ist dieses große Plus durch den Lockdown Anfang des Jahres. Denn durch die Corona-Pandemie fielen etliche Kurse und Veranstaltungen aus, wodurch große Summen an Honoraren eingespart werden konnten, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung erklärt. Dies steht aber auch stark gesunkenen Umsatzerlösen gegenüber. Das überschüssige Geld soll als Gewinnrücklage für die Instandhaltung der Stadt- und Landesbibliothek genutzt werden, heißt es aus dem Rathaus weiter.

Gelder wichtig sicher für Erhalt der Kultur in der Stadt

Gut 544 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Stadt in den Kultureinrichtungen Dortmunds beschäftigt und sichern damit auch das kulturelle Weiterbildungsangebot. Um das weiter anbieten zu können, werden Gelder benötigt, um Investitionen und Sanierungen an den vier Immobilien in der Hand der Kulturbetriebe zu realisieren. “Um die Vermögenswerte für die Stadt zu erhalten, muss hier dringend investiert werden. Der Rat der Stadt hatte in seiner September-Sitzung 2021 beschlossen, den städtischen Zuschuss für laufende Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen (750.000 Euro) für die Wirtschaftsjahre 2022 bis 2026 zu erhöhen. Die Kulturbetriebe Dortmund sehen dies lediglich als einen Einstieg in das Erneuerungs- und Sanierungsprogramm”, heißt es aus dem Dortmunder Rathaus.

Erste Baumaßnahmen wurden bereits umgesetzt

Bereits im vergangenen Jahr wurde mit den Sanierungen begonnen. So wurden im Museum für Kunst und Kulturgeschichte einige Baulasten dokumentiert und ein neues Brandschutzkonzept aufgestellt. Dem Dietrich-Keuning-Haus stehen derweil große Arbeiten im Außenbereich bevor. Neben dem bereits erneuerten Bolzplatz soll eine neue Skate- und Parkouranlage und eine Fahrradwerkstatt entstehen. Letztere soll im ehemaligen Kiosk der DSW21 entstehen, wie es heißt.

5,4 Millionen stellte die Stadt 2021 zur Verfügung

Im vergangenen Jahr bekamen die Dortmunder Kulturbetriebe 5,4 Millionen Euro von der Stadt, mit diesen Geldern wurden Investitionen realisiert und Altdarlehen getilgt. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31.12.2021 auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro). Zudem konnten die Kulturbetriebe Dortmund die Kapitalrücklage um rund 16,1 Mio. Euro erhöhen. Die Bilanzsumme beläuft sich nunmehr auf 93,2 Mio. Euro (+14,8 Mio. Euro).
Die Wirtschaftsprüfer haben den Kulturbetrieben Dortmund den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss 2021 erteilt.