Die Stadt will den Anteil der Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet erhöhen und fördert daher die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern gewerblicher Gebäude im Stadtgebiet. So hat es vor kurzem in einer Pressemitteilung geheißen. Doch den Worten lässt der Konzern Stadt nun auch Taten folgen. So werden die Dächer der Betriebsgebäude des Technologiezentrums Dortmund mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. So hat es die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung, Heike Marzen, in der Pressekonferenz im Anschluss an die wöchentliche Sitzung des Verwaltungsvorstandes angekündigt.

Die Dächer der Betriebsgebäude des Technologiezentrums Dortmund werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um den Anteil an Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet zu erhöhen. Die Dachflächen städtischer Gebäude sollen in naher Zukunft folgen.
Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund. Foto: dw

Tragfähiges Modell

Marzen zufolge soll das Sondervermögen Verpachtung Technologiezentrum Dortmund (SVTZ) künftig gemeinsam mit dem Technologiezentrum Dortmund (TZDO) und der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) auf den Betriebsgebäuden des Technologiezentrums Photovoltaikanlagen errichten und betreiben. Die energiewirtschaftlichen, regulatorischen und steuerrechtlichen Auflagen sind geprüft und ein tragfähiges Modell konstruiert und erarbeitet worden. Diesem nach verpachtet das SVTZ die Dachflächen der eigenen Gebäude der Technologiezentren; die TZDO GmbH agiert als (Zwischen-)Pächterin und Geschäftsbesorgerin, indem sie die Dachflächen bewirtschaftet und per Nutzungsüberlassung der DEW21 zur Verfügung stellt. Die DEW21 errichtet dann wiederum auf diesen Dachflächen die Photovoltaikanlagen und betreibt sie auch. Marzen bezeichnet das Modell als nahezu optimal; in der Pressemitteilung wird die oberste Wirtschaftsförderin in der Stadt mit den Worten zitiert, dass das Konstrukt wunderbar in die Satzungen des Sondervermögens und der GmbH passen.

Erhöhter regulativer und administrativer Aufwand für das SVTZ

Bei der Dachflächenverpachtung liegt die Bewältigung des regulatorischen Aufwands beim Energieversorger DEW21. Dort ist das fachliche Know-how und die personellen Kapazitäten für Tätigkeiten wie die Erfassung und Meldung der Strommengen sowie die Meldung und Abführung der EEG-Umlage, Stromsteuer und sonstige Nebenumlagen vorhanden. Für das SVTZ wird ein erhöhter regulatorischer und administrativer Aufwand vermieden.

Einsparung von 8.954.920 Kilogramm CO2-Emissionen in 20 Jahren

Durch die Errichtung der Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Technologiezentren erwartet Marzen die Vermeidung von etwa 447.746 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr. Hochgerechnet auf eine Laufzeit von 20 Jahren werden der Presseinformation zufolge 8.954.920 Kilogramm CO2-Emissionen eingespart – „ein nennenswerter Betrag“, wie die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung in der Presseinfo zitiert wird.

Andere Dachflächen städtischer Gebäude sollen folgen

Wie die Pressemitteilung weiter ausführt, soll das „Dachflächen-Verpachtungsmodell“ zunächst nur bei den Dächern des SVTZ in den Technologiezentren zur Anwendung gelangen. Bei positiven Erfahrungswerten soll es in einem nächsten Schritt auf die Dachflächen von städtischen Gebäuden ausgeweitet werden. Dies wiederum soll Marzen zufolge nicht auf die lange Bank geschoben werden; im Gegenteil. Die Wirtschaftsförderin ist der Pressemitteilung nach zuversichtlich, dass schon in nicht so weit entfernter Zukunft weitere Entscheidungen zu anderen Dachflächen getroffen werden können.