Die Dortmunder Initiative „Schnelle Hilfe für die Ukraine“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Netzwerk aufzubauen, dass Anbieter privater Unterkünfte mit Spendern von Möbeln und Einrichtungsgegenständen sowie Helfern zusammenbringt. Insgesamt sollen so 200 Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge bereitgestellt werden. 

Dafür sind neben Einrichtungsgegenständen und dem passenden Wohnraum vor allem helfende Hände gefragt. Aktive Unterstützung kommt von vielen Privatleuten, aber ebenso aus der Wirtschaft – und das nicht nur von Dortmudner Unternehmen. So hat das Duisburger Chemie-Unternehmen Caramba sich bereits seit Anfang April in die Initiative eingebracht. Immer montags hat das Unternehmen einen Sprinter angemietet, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Unterstützung der Initiative nutzen können. Sie werden vom Unternehmen freigestellt, damit sie tatkräftig mit anpacken können. „Der Andrang der Kolleginnen und Kollegen, die helfen wollen, ist groß,“ sagt Wilfried Hülser, Logistikmanager bei Caramba. „Das Besondere: Man hilft direkt und konkret, das ist keine anonyme Spende. Und – bei aller Schrecklichkeit der Gründe dafür – diese Art der Hilfe macht deshalb auch Freude.“

Neues Zuhause schaffen

Dabei gibt es viel zu tun: Die Mitarbeiter von Caramba transportieren Möbel und bauen sie auf. Sie schleppen Matratzen und helfen bei Renovierungsarbeiten, um schnell und unkompliziert Wohnraum zu schaffen und ukrainischen Geflüchteten ein neues Zuhause zu bieten. 

Justina Kehrenberg, die die Social-Media-Aktivitäten der privaten Initiative betreut, freut sich über die Hilfe: „Ich muss immer daran denken, was wäre, wenn wir es wären, die vor dem Krieg fliehen müssten. Es sind Frauen und Kinder und ganze Familien, die unsere Hilfe brauchen. Sei es ein Transport, ein Deutschtreff oder ein Pate, der bei der Anmeldung hilft. Das alles können wir durch unser privat organisiertes Netzwerk bei ukraine-schnellehilfe.eu leisten.“